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Gründung des Polytechnikums |
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1858 erhielt der preußische Kronprinz Maximilian und spätere Kaiser Friedrich III. auf seiner Hochzeitsreise von der Aachener und Münchener Feuerversicherungsgesellschaft, einer Gründung des preußischen Staatsmannes und Wirtschaftsführers David Hansemann, eine Stiftung von 5000 Talern. Damit sollte eine Anregung zur Gründung eines polytechnischen Institutes in der Rheinprovinz gegeben werden. Nach jahrelangen Verhandlungen über den Sitz dieser Anstalt siegte Aachen über Köln durch den Einsatz und die Opferbereitschaft seiner Industrie- und Handelskreise und die Tatsache, dass die Regierung erkannt hatte, welche Bedeutung diese Hochschule für die grenznahe Industriestadt haben würde. Im Jahre 1865 erfolgte die Grundsteinlegung des Hauptgebäudes. Die feierliche Eröffnung fand während des Krieges am 10. Oktober 1870 statt. Obgleich die offizielle Bezeichnung zu diesem Zeitpunkt noch "Polytechnikum lautete, wurde durch §1 des Verfassungsstatuts von 1870 bereits klargestellt, dass es sich bei der Anstalt um eine "Technische Hochschule" handelt. |
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Gründung des Vereins der Chemiker und Hüttenleute |
Zu Beginn des fünften Semesters der Hochschule, am 22. November 1872, wurden die Vereinsstatuten einstimmig angenommen und somit der Akademische Verein der Chemiker und Hüttenleute gegründet.
Die Vorbereitungen hierzu wurden erst vier Tage vorher auf einer zur Gründung des Vereins einberufenen Sitzung eingeleitet. Diese Keimzelle unseres Corps machte sich zwei Dinge zu ihrem Zweck: Die Förderung der Fachbildung und die Hebung der Gemütlichkeit. Dass es mit dem erstgenannten Zweck ernst gemeint war und dieser keineswegs augenzwinkernd als Vorwand für den zweitgenannten diente, war klar an folgendem erkennbar. Es wurden regelmäßige wissenschaftliche Zusammenkünfte mit Vorträgen und Kolloquien abgehalten. Es wurden Exkursionen veranstaltet und man beschloß die Einrichtung einer Bibliothek und abonnierte mehrere Fachzeitschriften. Ferner wurde ein Ausschuss mit der Herausgabe von Zeichnungen beauftragt, die für das Studium der Chemie und der Hüttenkunde unerläßlich waren und die dank der Unterstützung einiger Professoren auch außerhalb des Vereins Anklang fanden.
Der "Akademische Verein der Chemiker und Hüttenleute" öffnete sich mit der Zeit auch den andern Fakultäten. So wurde im Jahre 1883 die Umbenennung in "Akademischer Verein der Chemiker, Berg- und Hüttenleute" beschlossen. |
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Tragen der Rheinisch-Westfälischen Farben |
Nach zähem Ringen zwischen der Aktivitas des Akademischen Vereins und deren Altherrenverband, wurde auf einer Generalversammlung im Jahre 1901 beschlossen, ab dem Sommersemester 1902 Couleur, also Band und Mütze, zu tragen.
Als Farben wurden die des Rheinlands (Grün-Weiss) und die Westfalens (Weiss-Rot) gewählt, Grün-Weiss-Rot.
Anlässlich der Feier des 20jährigen Bestehens des Altherrenverbandes, am 1. März 1902 wurde zum ersten Mal Couleur getragen. Allerdings wurde hier auch beschlossen, dass man bis zum 30. Mai, dem Tage der Feier des 30. Stiftungsfestes, wartete, bis man auch in der Öffentlichkeit Couleur trug. In der Zwischenzeit legte man das Band nur zu internen Veranstaltungen an. |
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Einzug in das Haus auf der Lütticher Straße |
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1908 beschloss man, ein schlüsselfertiges Haus in der Lütticher Str. 162 in Auftrag zu geben. Die Grundsteinlegung fand unter Beisein des Rektors der Hochschule, Professor Dr. Borchers, am 17.10.1908 statt. Bis zur feierlichen Einweihung des Hauses am 11. und 12. Dezember 1909 verging nochmals ein Jahr. |
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Die ersten Versuche, sich dem Aachener Senioren Convent und damit dem Weinheimer Senioren Convent (WSC) anzuschließen, wurden durch den ersten Weltkrieg beendet. Erst im Jahre 1919 kam ein möglicher Beitritt zum WSC wieder ins Gespräch. Ein Jahr darauf wurden Verhandlungen mit den zu der Zeit zwei Aachener Corps, die dem WSC angehörten, aufgenommen. Nach einem Erfolgreichen Abschluss dieser Verhandlungen reichte die A.V. Montania am 17.07.1920 ihr Aufnahmegesuch ein.
Im Sommersemester 1921 nahm zum ersten Mal ein Vertreter des Corps Montania an der großen WSC-Tagung im Mai auf der Wachenburg in Weinheim teil. Ein dreiviertel Jahr später, am 12. 01. 1922, wurde die vollständige Aufnahme des Corps Montania in den WSC vollzogen. |
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Schließung des Betriebs durch die National-Sozialisten |
Die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland ging natürlich auch am Corps Montania nicht spurlos vorüber. Um unerwünschten Eingriffen zuvorzukommen, boten 1932 die Aachener Corps dem Stahlhelm die Beteiligung am Wehrsport an.
Der WSC forderte alle Mitglieder auf, der SS oder der SA beizutreten. In den folgenden Jahren nahm der Wehr-, Arbeits- und SA-Dienst die Mitglieder so stark in Beschlag, dass der Aktive Corpsbetrieb fast zum Erliegen kam. Die verborgenen Kämpfe der Korporationen gegen die Gleichschaltungs- und Erfassungsmaßnahmen des Dritten Reiches in allen Einzelheiten zu schildern, ist aus Mangel an zuverlässigen Quellen heute nicht mehr möglich. Es darf jedoch gesagt werden, dass der WSC und das Corps Montania unbeirrbar eine Linie einhielten, deren Ausgeklügeltheit die einzige Möglichkeit darstellte, das Corps als geistige Realität zu erhalten. Die nationalsozialistischen Erfassungs- und Gleichschaltungsvorschriften wurden, eine nach der anderen, pro forma erfüllt und im Eigentlichen blieb alles beim Alten. Am 26.10.1935 beschlossen die Mitglieder des Corps Montania seine Auflösung. Durch diese Auflösung war es möglich, einer geschlossenen Überführung des Corps in die Organisationen des Nazi-Regimes zu entgehen. Das Haus wurde in den Besitz des Vereins "Montaniahaus e.V." überführt und stellte nun in unscheinbarer Weise den Mittelpunkt des Corps dar. Während des Krieges kam das Hochschulleben komplett zum Erliegen. Das Corpshaus wurde vom Militär besetzt und 1944 von Brandbomben getroffen. |
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Neugründung und Wiederaufbau |
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Während des Krieges wurde das Corps durch den Verein "Montaniahaus e.V" sowie durch die "Kameradschaft Zimmermann" und darauf folgend durch die "Kameradschaft Glückauf" am Leben erhalten. Nachdem das Corps Montania den Krieg überlebt hatte, fand man unter dem Namen "Akademisches Collegium" erstaunlich schnell seinen alten Platz im Aachener Korporationsleben wieder. Im Wintersemester 1949/50 wurde mit den Nachfolgeverbindungen der Aachener WSC-Corps ein Chargiertenconvent gegründet. Im Jahr 1950 wurde die Wachenburg wieder an den WSC übergeben und am 13.05.1950 wurde das wiederaufgebaute Montanenhaus eingeweiht. Seit dem 21.02.1951 wurden wieder die alten Farben getragen und der Name Corps Montania wieder geführt. |
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Gründung des Kuratorium Weinheim Seminar (KWS) |
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Um die Zusatzqualifikationen auszubilden, wurde im Jahre 1979 das Kuratorium Weinheimseminar gegründet. In diesen Seminaren sollen Grundfertigkeiten wie Rhetorik, Kreativität, Selbstmanagement etc. geschult werden. Dieser Institution stehen seit 1997 Aachener Montanen als Geschäftsführer vor. |
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Gründung des Convent der Aachener Korporationen (CdAK) |
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Unter maßgeblicher Beteiligung einiger Corpsbrüder wurde der Convent der Aachener Korporationen 1983 gegründet, der jährlich einmal den Marktfrühschoppen "bei Kaiser Karl" ausrichtete. Dieser Zusammenschluss existiert in dieser Form heute nicht mehr. |
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